Saison konnte nicht gekrönt werden Nach dem Erreichen des zweiten Platzes in der Thüringenliga kämpfte die erste Mannschaft des SV Aufbau Altenburg am Wochenende bei den Relegationsspielen in Dresden um einen Platz in der Oberliga für die kommende Spielsaison. Dabei standen sie dem SV Dresden Mitte, dem Tabellenachten der aktuellen Oberliga und dem Tabellenzweiten der Sachsenliga (TTC Holzhausen 2) gegenüber. Nur dem Sieger dieser drei Teams sollte der Platz in der Oberliga zustehen. Eröffnet wurde der Tag mit dem Aufeinandertreffen der beiden Sachsenteams. Hierbei setzten sich die favorisierten Dresdener mit 9-5 durch, wobei das Ergebnis hätte durchaus noch enger ausfallen können. Die Altenburger spielten zuerst gegen den TTC Holzhausen 2. Ein Sieg war also Pflicht, um im Rennen zu bleiben. Und der Start gelang den Thüringern. Wie so oft in dieser Saison, bewiesen sie auch an diesem Tag ihre Stärke in den Doppeln. Lev/Stein konnten gegen Nagel/Becker in vier Sätzen die Oberhand behalten, während Marth/Fehrle knapp gegen das Spitzendoppel Heinichen/Krauthahn das Nachsehen hatten (2-3). Wohlfahrt/Voigt siegten dann überraschend deutlich gegen das dreier Doppel Mühlmann/Knoch. Anschließend konnten Lev und Marth durch ein 3-0 bzw. 3-1 die Führung für die Skatstädter erhöhen. Im mittleren Paarkreuz wurden die Punkte geteilt. Voigt führte gegen Becker schnell mit 2-0, hatte dann aber zunehmend Probleme mit dessen Spiel. Dennoch konnte er den Sack im vierten Satz zumachen. Am Nebentisch führte Stein gegen Nagel mit 2-1 Sätzen, ehe seine Fehlerquote wieder anstieg und er noch mit 2-3 unterlag. Eine blitzsaubere Leistung zeigte nun Wohlfahrt gegen den stark einzuschätzenden Nachwuchsspieler Zuckerriedel (3-0). Als dann Fehrle gegen Mühlmann nur einen Satz für sich entscheiden konnte, zeigte die Zähltafel einen 6-3 Zwischenstand für die Altenburger an. Und auch die zweite Einzelrunde zeigte, dass die Altenburger die stärkere Mannschaft sind. Im Duell der Spitzenspieler konnte Lev knapp im Entscheidungsdurchgang Heinichen besiegen und Marth konnte nach verlorenem ersten Satz gegen Krauthahn eine Schippe drauflegen, um noch in vier Sätzen siegreich zu sein. Den Schlusspunkt setzte dann Kapitän Voigt mit einem im Ergebnis deutlich, aber vom Spielverlauf her knappen 3-0 über Nagel. Somit kam es zum 9-3 Endstand, der eine gute Ausgangsposition bedeutete, da man nun im zweiten Spiel gegen Dresden „nur“ ein Unentschieden benötigte. Nach einer kurzen Pause ging es nun also in das alles entscheidende Spiel. Und der Start verlief furios für die Altenburger. Marth/Fehrle konnten völlig überraschend das Spitzendoppel Arcila/Noack ausschalten (3-1), während Lev/Stein hauchdünn gegen Oehme/Mindergasov siegten. Als jetzt auch noch Voigt/Wohlfahrt gegen Nack/Wenke gewannen, war die Hoffnung groß, dass man die zum Aufstieg verbleibenden 5 Punkte noch einfahren kann. Wie zu erwarten, stellten die Dresdner durch ihr starkes vorderes Paarkreuz den Anschluss wieder her. Dabei unterlag Marth in drei engen Durchgängen gegen Arcila und Lev relativ chancenlos gegen Oehme. Nun folgte wahrscheinlich der Wendepunkt im Spiel. Voigt verpasste gegen Nack den Start und lag mit 0-2 hinten. Er kämpfte, um die Partie zu drehen, doch auf dem besten Weg dahin, war dann das Glück nicht auf seiner Seite, was zum 1-3 führte. Und auch Stein hatte gegen Linkshänder Noack seine Chancen, führte mit 2-1, doch bekam das Spiel nicht zu und verlor noch mit 2-3. Im hinteren Paarkreuz konnte Wohlfahrt dann mit einem 3-1 über Wenke den Ausgleich wiederherstellen. Fehrle erwischte dann gegen Mindergasov einen guten Start, konnte aber dennoch nicht verhindern, dass die Dresdner wieder in Führung gingen, sodass es nach der ersten Einzelrunde zum 4-5 Zwischenstand kam. In der zweiten Einzelrunde bewies der Dresdner Einser Arcila, dass er mit Abstand der stärkste Spieler in der Halle ist und fegte Lev ohne Satzverlust vom Tisch, während sich Marth und Oehme das beste Spiel des Tages lieferten, in dem der Altenburger sein absolut bestes Tischtennis abrufen konnte und auch musste, um das Dresdner Nachwuchstalent mit 3-1 zu schlagen. Im mittleren Paarkreuz lief nun leider gar nichts. Voigt fand gegen das aggressive Linkshänderspiel von Noack keine Mittel (0-3), ebenso wie Stein gegen das sichere Spiel von Nack. Nun mussten alle drei noch ausstehenden Partien von den Altenburgern gewonnen werden, um noch aufzusteigen. Diesen Druck merkte man Wohlfahrt leider etwas an, der eine wichtige Chance zur 2-0 Satzführung gegen Mindergasov verpasste und dann mit 1-3 unterlag, was auch den 5-9 Endstand aus Altenburger Sicht bedeutete. Nach einer spielerisch starken Saison konnte man sich also nicht mit dem Aufstieg belohnen. Die Glückwünsche gingen an die verdienten Relegationssieger aus Dresden, die sich den Klassenerhalt mit der Leistung auch definitiv verdient haben. Patrick Stein